Manufaktur U steht für handgemachte Suppen in Gourmet-Qualität. Die Idee dazu hatte Kerstin Uhlenbusch, heute führt sie die Marke gemeinsam mit ihrem Mann Stephan. Jede Sorte trägt einen persönlichen Namen in der Ich-Form – von „Meine liebste Gulaschsuppe“ bis „Meine festlichste Festtagssuppe“. Im Gespräch erzählt Kerstin, wie die Suppenmanufaktur entstanden ist, wie Tradition und neue Ideen zusammenfinden und was sie anderen Gründerinnen und Gründern rät.
Gespräch mit Kerstin Uhlenbusch, Gründerin der Manufaktur U
Hallo Kerstin, danke, dass du dir heute die Zeit nimmst, um mit uns über deine Erfahrungen als Gründerin der Manufaktur U zu sprechen. Stellst du dich und dein Unternehmen kurz vor?
Natürlich, ich freue mich, hier zu sein. Mein Name ist Kerstin Uhlenbusch, und ich hatte die Idee zur Manufaktur U, einem Unternehmen, das sich auf handgemachte Suppen in Gourmet-Qualität spezialisiert hat. Heute betreibe ich es zusammen mit meinem Mann Stephan – ein echtes Familienunternehmen sozusagen. Unser Ansatz ist es, traditionelle Rezepte mit einem modernen Twist zu kreieren, wobei wir stets Wert auf Nachhaltigkeit und lokale Produkte legen.
Wie bist du auf die Idee gekommen, eine Suppenmanufaktur zu gründen?
Die Idee kam eigentlich aus meinem persönlichen Bedürfnis heraus. Ich habe immer gerne gekocht, vor allem Suppen, weil sie so vielfältig sind. Aber im hektischen Alltag fehlt oft die Zeit, frische Zutaten einzukaufen und selbst etwas Gutes zu kochen. Ich habe gemerkt, dass es anderen genauso geht, und wollte eine Lösung anbieten: leckere, gute Suppen, die so bequem sind wie Fertiggerichte, aber ohne Konservierungsmittel und künstliche Zusätze.
Du sprachst von Tradition und modernem Twist. Wie schaffst du den Spagat zwischen Tradition und Innovation in deinen Suppen?
Ein wichtiger Aspekt sind die Rezepte. Wir nehmen klassische Suppenrezepte und experimentieren mit Zutaten. Zum Beispiel habe ich kürzlich eine traditionelle Gulaschsuppe mit Süßkartoffeln und Chiasamen verfeinert – mal sehen, ob sie es in unser Sortiment schafft. Der moderne Twist liegt aber nicht nur in unerwarteten Zutaten, sondern auch in unserer Herangehensweise. Wir nutzen innovative Kochtechniken und achten sehr darauf, umweltfreundlich und nachhaltig zu produzieren.
Tipp: Die klassische Variante findest du als Meine liebste Gulaschsuppe mit Rindfleisch, Paprika und einem Schuss Rotwein.
Was macht die Manufaktur U besonders? Was unterscheidet euch von anderen Suppenherstellern?
Ich denke, was uns besonders macht, ist unser Anspruch an Qualität und an die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden. Wir verwenden nur die besten, frischesten Zutaten und arbeiten eng mit lokalen Landwirten zusammen. Dazu kommt, dass unsere Suppen in extra dünnwandigen Konservendosen kommen. Das schont Ressourcen, bewahrt den Geschmack und kommt der Umwelt zugute.
Welche Herausforderungen hast du beim Aufbau deines Unternehmens erlebt, und wie hast du sie bewältigt?
Eines der größten Hindernisse war sicherlich, alles über Lebensmittelsicherheit und die entsprechenden Vorschriften zu lernen. Das ist ein komplexes Feld, und als Gründerin muss man sich da wirklich einarbeiten. Außerdem war es eine Herausforderung, einen zuverlässigen Lieferantenstamm aufzubauen, der unseren Ansprüchen an Qualität und Nachhaltigkeit gerecht wird. Gelöst haben wir das durch viel Netzwerkarbeit und gute Partnerschaften.
Wie gehst du mit dem Thema Nachhaltigkeit um, das in der Lebensmittelbranche ja eine große Rolle spielt?
Nachhaltigkeit ist ein Kernwert der Manufaktur U. Wir versuchen, unseren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Das beginnt bei der Auswahl der Zutaten – regional und saisonal, wo immer es geht – und setzt sich in der Produktion fort. Wir nutzen energieeffiziente Methoden zum Kochen und Kühlen und achten auf Wasser- und Abfallmanagement. Zudem verzichten wir so weit wie möglich auf Plastik und setzen auf wiederverwendbare Verpackungen. Unsere gesamten Räume werden mit Erdwärme klimatisiert und von zwei großen Photovoltaikanlagen unterstützt.
Gut zu wissen: Welches Gemüse gerade Saison hat, zeigt dir unser Saisonkalender Gemüse.
Deine Suppen sind mittlerweile nicht nur regional bekannt. Wie bist du das Thema Marketing angegangen?
Marketing ist ein ständiger Lernprozess. Zu Beginn haben wir uns stark auf Mundpropaganda und lokale Veranstaltungen konzentriert. Wir sind auf Wochenmärkte gegangen, haben Suppenkochkurse angeboten und Tastings veranstaltet. Dann haben wir unsere Online-Präsenz ausgebaut, über soziale Medien und einen eigenen Webshop. Besonders wichtig war uns dabei, unsere Werte und unsere Geschichte zu erzählen. Wir möchten, dass sich unsere Kundinnen und Kunden mit unserer Marke identifizieren können.
Wie siehst du die Zukunft der Manufaktur U? Gibt es neue Projekte, die du ins Auge gefasst hast?
Wir haben viele Ideen, wie wir wachsen und uns weiterentwickeln können. Ein Projekt, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Erweiterung unseres Nachhaltigkeitsprogramms. Wir möchten ein eigenes lokales Umweltprojekt aufbauen und aktiv in die Umwelt investieren. Ein anderes großes Ziel ist es, unsere Produktpalette zu erweitern, eventuell auch um vegane und vegetarische Sorten.
Welche Ratschläge würdest du anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die eine ähnliche Leidenschaft verfolgen?
Mein größter Rat wäre, sich nicht entmutigen zu lassen. Es wird immer Höhen und Tiefen geben, aber aus jeder Herausforderung kann man lernen und wachsen. Genauso wichtig ist es, ein starkes Netzwerk aufzubauen und Mentoring anzunehmen, wo es möglich ist. Und natürlich sollte man seine Vision und seine Werte nie aus den Augen verlieren. Diese Authentizität ist letztlich ein starkes Fundament für jede Marke. Und durch das eigene Tun kann man auch Veränderungen auf den Weg bringen – das ist mir wichtig.
Vielen Dank, Kerstin, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast. Wir wünschen dir und der Manufaktur U weiterhin viel Erfolg.
Kerstin Uhlenbusch: Ich danke euch für das Interesse an unserer Geschichte. Es war mir eine Freude, euch davon zu erzählen.
Die Suppen der Manufaktur U
Alle Suppen sind tafelfertig: Doseninhalt in einen Topf geben und unter Rühren erwärmen. Eine Dose ergibt eine Portion als Mittagessen oder zwei kleine Vorspeisen.
- Klare Brühen mit Einlage: die Ochsenschwanzsuppe mit Markklößchen und Morcheln, die Festtagssuppe mit Rindfleisch, Eierstich und Markklößchen und die Maultaschensuppe mit vier kleinen Maultaschen pro Dose
- Cremige Sorten: die Steinpilzsuppe, die Tomatensuppe mit Basilikum-Klößchen und die Wildrahmsuppe aus einem Fond von Reh- und Hirschknochen
- Deftige Sorten: die Gulaschsuppe, die Kartoffelsuppe mit Speck und die Erbsensuppe mit Würstchen und Kasseler
Mit frischen Kräutern, einem Klecks Schmand oder gerösteten Brotwürfeln machst du aus jeder Sorte schnell etwas Eigenes. Weitere Suppen und Fonds findest du in unserer Kategorie Suppen & Brühen. Wie eine Gemüsebrühe ins Glas kommt, erzählt SweMa im Gespräch.