Tzatziki ist der klassische Renner auf jeder Grillparty: ein cremiger griechischer Joghurt-Dip mit Gurke, reichlich Knoblauch und frischem Dill. Er passt zu Gemüse, Fleisch und veganen Burgern und lässt sich wunderbar vorbereiten. Selbstgemacht schmeckt Tzatziki deutlich aromatischer als gekaufte Saucen, die oft mit Stärke und Verdickungsmitteln gebunden sind. Hier findest du das Grundrezept, alles Wissenswerte zu den Zutaten, beliebte Varianten und Tipps zur Aufbewahrung.
- Portionen: 4
- Vorbereitungszeit: 25 Min.
Zutaten
Tzatziki
- 500 g griechischer Joghurt
- 1 Salatgurke
- 4 Zehen Knoblauch
- 1 Bund frischer Dill
- 3 EL Olivenöl
- 1 Zitrone
- 1 TL Salz zum Einsalzen der Gurke
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
Optional
- einige Blätter frische Minze statt Dill
- 1 EL Weißweinessig statt Zitronensaft
Zubereitung
- Salatgurke schälen, fein raspeln, mit etwa 1 TL Salz mischen und rund 2 Stunden Wasser ziehen lassen.
- Die Gurke in einem sauberen Küchentuch über der Spüle kräftig auswringen, bis die Masse möglichst trocken ist.
- Dill waschen, gut trocken tupfen und fein hacken. Zitrone auspressen. Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder pressen.
- Griechischen Joghurt mit Knoblauch, Dill, Olivenöl und etwas Zitronensaft cremig rühren, dann die ausgewrungene Gurke unterheben.
- Mit Pfeffer und nur sparsam mit Salz abschmecken – die eingesalzene Gurke bringt schon Würze mit.
- Abgedeckt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen, am besten über Nacht.
Die Zutaten im Detail
Salatgurke: salzen und auswringen
Die Gurke solltest du für Tzatziki unbedingt salzen und auswringen, sonst wird der Dip schnell wässrig. Für eine Gurke reicht rund ein Teelöffel Salz. Nach etwa zwei Stunden hat sie genug Saft gezogen und lässt sich in einem sauberen Küchentuch kräftig ausdrücken. Das ist der wichtigste Handgriff für eine cremige, feste Konsistenz.
Knoblauch: großzügig und gehackt
Kein Tzatziki ohne Knoblauch. Beim Originalrezept darfst du nicht sparen: Vier Zehen auf 500 g Joghurt sind völlig in Ordnung, denn der Joghurt mildert das scharfe Aroma ohnehin ab. Echte Knoblauch-Fans hacken die Zehen mit dem Messer, statt sie zu pressen – so bleibt das Aroma länger erhalten und der Dip schmeckt runder.
Griechischer Joghurt: die cremige Basis
Griechischer Joghurt ist die perfekte Grundlage, weil er durch seinen hohen Fettanteil besonders cremig ist. Fett ist außerdem ein wichtiger Geschmacksträger und hält die Aromen von Knoblauch und Dill zusammen. Findest du keinen griechischen Joghurt, mischst du einfach Quark mit 40 % Fett i. Tr. und Naturjoghurt zu gleichen Teilen. Auch Skyr ergibt eine schön cremige, etwas festere Variante.
Dill, Olivenöl, Zitrone und Salz
- Dill: zur Saison immer frisch verwenden und nach dem Waschen gut trocknen, damit sein Geschmack nicht verwässert. Im Winter findest du Dill auch tiefgekühlt.
- Olivenöl: macht die Konsistenz geschmeidiger und bringt eine mediterrane Fruchtnote. Ein fruchtiges natives Olivenöl extra passt besonders gut.
- Zitronensaft: frisch gepresst setzt er neben dem kräftigen Knoblauch eine frische Note.
- Salz: zum Abschmecken nur ganz sparsam einsetzen. Erst probieren – oft ist der Dip durch die gesalzene Gurke schon perfekt gewürzt.
Tipp: Ersetzt du den Zitronensaft durch einen milden Weißweinessig, schmeckt das Tzatziki etwas würziger statt zitronig-frisch. Das passt ausgezeichnet zu Gemüsesticks und Weißbrot.
Wozu passt Tzatziki?
In Griechenland gehört Tzatziki mit Brot zu den klassischen Vorspeisen, den Mezedes. Der frische Dip passt hervorragend zu Lamm, Hähnchen, Rindersteak und Frikadellen und natürlich zu Gyros und Bifteki. Er verfeinert griechische Wraps mit und ohne Fleisch und harmoniert besonders gut mit Tomaten und Auberginen. Auch zu vegetarischen Gerichten wie Falafel oder Grünkern-Bratlingen ist Tzatziki eine runde Sache. Zusammen mit einem griechischen Salat steht die halbe Mezze-Platte.
Food Pairing
- Folienkartoffeln und Ofengemüse
- Lamm-, Puten- und Hähnchenfleisch
- Rindersteak und Rinderfrikadellen
- Gyros und Gyros-Pizza
- Bifteki und Köfte
- Griechische Wraps
- Falafel und Grünkernbratlinge
- Gegrillte Tomaten und Tomatensalat
- Gebratene Auberginen
- Fladenbrot, Baguette und Oliven
Für einen Dip-Abend kombinierst du Tzatziki mit Hummus, Guacamole und Aioli. Weitere Ideen für den Grillabend findest du in unseren Salaten zum Grillen.
Tzatziki-Varianten
- Bärlauch-Tzatziki: Ab März gibt es frischen Bärlauch. Er würzt milder als Knoblauch und gibt dem Dip eine frühlingshafte Note.
- Tzatziki-Gurkensalat: Hier steht die Schlangengurke im Mittelpunkt, das Tzatziki wird zum kräftigen Salatdressing.
- Avocado-Tzatziki: Eine reife Avocado macht den Dip besonders cremig und verändert den Geschmack spürbar.
- Cacik: Die türkische Variante wird mit frischer Minze statt Dill gewürzt und passt bestens zu Couscous und Lamm.
- Raita mit Gurke: Die indische Verwandte bekommt mit Chili und Kreuzkümmel eine ganz eigene Würze.
- Vegan: Joghurtalternativen auf Basis von Soja, Hafer, Kokos, Cashew, Mandel oder Lupine eignen sich gut. Nüsse, Getreide und Kokos bringen allerdings einen deutlichen Eigengeschmack mit – probier aus, welche Variante dir am besten schmeckt.
Kleines Küchen-Know-how
Was tun, wenn das Tzatziki zu flüssig ist?
Ist die Konsistenz zu flüssig, rührst du einfach etwas Quark unter. Alternativ kannst du mit Gelatine arbeiten: Je nach Menge ein bis zwei Blatt einweichen, auflösen und unter das Tzatziki rühren – nach rund zwei Stunden im Kühlschrank ist es angedickt. Am wichtigsten ist aber die Vorbeugung: Die Gurke immer vorher einsalzen und gut entwässern.
Tzatziki, Zaziki oder Tsatsiki – welche Schreibweise ist richtig?
Die griechische Schreibweise lautet τζατζίκι, umschrieben Tzatziki. Der Duden führt als deutsche Schreibweisen Zaziki und Tsatsiki. Gemeint ist immer derselbe Dip.
Stammt Tzatziki aus Griechenland oder der Türkei?
Das Tzatziki-Rezept stammt aus Griechenland und wird dort klassisch mit Brot auf der Vorspeisenplatte serviert. Die türkische Variante Cacik wird mit Dill oder Minze gewürzt und ist oft etwas flüssiger.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Selbstgemachtes Tzatziki hält sich gut abgedeckt im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Nimm zum Servieren immer einen sauberen Löffel, dann bleibt der Dip länger frisch. Einfrieren ist möglich, die Konsistenz leidet aber etwas – brauch eingefrorenes Tzatziki innerhalb von vier Wochen auf und rühr es nach dem Auftauen kräftig mit dem Schneebesen durch.