Die meisten Menschen lieben die leuchtenden Rapsfelder im Frühjahr. Das kräftige Gelb begeistert nicht nur uns, sondern auch die Bienen. Aus einem Hektar Rapsfeld können sie bis zu 100 kg Rapshonig produzieren – eine echte Glanzleistung.
Raps ist eine beliebte Nektarquelle, da der Blütennektar einen hohen Zuckergehalt aufweist. Finden die Insekten ein Rapsfeld, fliegen sie fast nur noch dessen Blüten an. Imker stellen ihre Bienenkästen deshalb gezielt in der Nähe von Rapsfeldern auf. Die Ernte kann bis zu 30 kg Honig pro Bienenvolk betragen. Honig aus Raps ist sehr mild und gehört zu den beliebtesten Honigsorten – sanft und süß, ein Allrounder in der Küche.
| Rapshonig auf einen Blick | |
|---|---|
| Honigart | Blütenhonig, Sortenhonig |
| Häufigkeit | oft – viele Rapsfelder in Deutschland |
| Herkunft | Deutschland, vor allem Mecklenburg-Vorpommern |
| Trachtquelle | Raps |
| Geschmack | mild, süß, leicht nach Kohl duftend |
| Farbe und Konsistenz | hellbeige bis weiß, von Natur aus fest, oft cremig gerührt |

Aus was besteht Rapshonig?
Rapshonig gehört zur Kategorie Blütenhonig. Stammt ein Honig überwiegend aus den Blüten einer Pflanzenart, darf er nach ihr benannt werden. Als Richtwert für einen solchen Sortenhonig gilt ein Anteil von rund 60 Prozent Nektar und Pollen der namensgebenden Pflanze. Mehr über die Grundlagen liest du im Ratgeber Honig.
Was ist das Besondere an Rapshonig?
Rapshonig hat einen besonders hohen Anteil an Traubenzucker (Glucose). Dadurch kristallisiert er sehr schnell und ist meist von Natur aus fest. Imker rühren ihn daher häufig cremig, damit er streichfähig bleibt. Ganz anders Akazienhonig: Er enthält viel Fruchtzucker und bleibt lange flüssig.
Wie schmeckt Rapshonig?
Rapshonig ist sehr mild und süß – mit einer feinen, leicht kohligen Duftnote, die an die Rapspflanze erinnert. Sein Aroma ist weniger ausgeprägt als bei vielen anderen Honigsorten. Deshalb ist er der ideale Begleiter, wenn du nur einen Hauch Süße ohne dominantes Eigenaroma möchtest. Vor allem Kinder mögen ihn gern.
Wofür eignet sich Rapshonig besonders gut?
- Aufs Brot: streichzart und mild – perfekt fürs Frühstück
- Im Joghurt und Müsli: süßt sanft, ohne andere Aromen zu überdecken
- Zum Süßen von Tee und Getränken: löst sich gut auf
- In Marinaden: für Fleisch und Fisch, ohne den Eigengeschmack zu überlagern
- Beim Backen: gibt Kuchen und Desserts eine sanfte Süße
- In Dressings: etwa im Honig-Senf-Dressing oder in der Vinaigrette mit Honig

Häufige Fragen zu Rapshonig
Ist Rapshonig eher fest oder flüssig?
Frisch aus der Wabe ist Rapshonig flüssig und goldfarben. Weil er sehr viel Traubenzucker enthält, kristallisiert er schnell und hellt dabei auf. Beim Cremigrühren zerschlagen Imker die größeren Kristalle in feine Stücke – so wird der Honig ohne Erwärmung streichfähig. Mehr dazu unter Warum kristallisiert Honig?
Welche Farbe hat Rapshonig?
Die Farbe reicht von hellbeige bis fast weiß. Sie hängt von den Pflanzenstoffen der Trachtquelle ab. Bei langer Lagerung wird jeder Honig allmählich dunkler.
Wie lange ist Rapshonig haltbar und wie lagere ich ihn?
Imker geben meist ein Mindesthaltbarkeitsdatum von etwa zwei Jahren nach Abfüllung an, gut gelagert hält sich Rapshonig oft länger (Haltbarkeit von Honig). Bewahre ihn dunkel, kühl und trocken auf und verschließ das Glas direkt nach Gebrauch, denn Honig zieht Feuchtigkeit an. Nimm immer einen sauberen, trockenen Löffel – Verunreinigungen können Gärprozesse auslösen. Weitere Tipps: Wie wird Honig am besten gelagert?
Milde, helle Honige aus dem Frühjahr findest du in unserer Kategorie Honig, etwa den Frühjahrshonig der Honigwanderer.
Wichtiger Hinweis für Säuglinge
Honig sollte Kindern im ersten Lebensjahr nicht gegeben werden (Botulismus-Risiko durch Clostridium botulinum-Sporen).
Hinweis: In diesem Ratgeber geht es um Herkunft, Geschmack und Verwendung in der Küche. Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen von Lebensmitteln dürfen wir als Shop nach der EU-Health-Claims-Verordnung nicht treffen.