Eine Vinaigrette ist die Mutter aller Salatsaucen: Essig, Öl, Salz, Pfeffer und nach Wunsch etwas Senf – mehr braucht es nicht. Das klassische Grundrezept verfeinert Salate, passt aber genauso zu gekochtem Gemüse, Fleisch und Fisch. Hier findest du das Rezept, das richtige Mischverhältnis, die passenden Öle und Essige und viele Ideen zum Verfeinern und Variieren.
- Portionen: 4
- Vorbereitungszeit: 2 Min.
Zutaten
Klassisches Grundrezept
- 6 EL Öl
- 3 EL Essig
- 1 Prise Salz
Optionale Zutaten zum Verfeinern der Vinaigrette
- 0,5 TL Senf
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Prise Pfeffer
- Honig
- Kräuter oder Gewürze
Zubereitung
- Essig und Salz sowie die optionalen Zutaten mit einem Schneebesen verrühren, bis sich das Salz gelöst hat.
- Öl hinzugeben und glatt rühren.
Tipps
Auf Blattsalate gibst du die Vinaigrette erst kurz vor dem Servieren. So verhinderst du, dass der Salat zusammenfällt.
Tipps zur Herstellung
Grundsätzlich verwendest du doppelt so viel Öl wie Essig, um ein ausgewogenes Verhältnis von Säure und Fett zu erhalten.
Die Balance zwischen Würze, Säure und Süße rundet das Aromenspiel jeder Rezeptur ab. Deshalb gehört in eine gute Vinaigrette auch eine süße Komponente. Senf dient in der Sauce als Emulgator und bindet Essig und Öl.
Rühr die Vinaigrette am besten direkt in der Salatschüssel mit den Zwiebeln an. Das Öl nimmt die ätherischen Öle der Zwiebelstückchen auf und hält ihr Aroma fest. Auch Tomaten, Apfelstückchen und Möhrenscheiben kannst du kurz in der Vinaigrette ziehen lassen, damit sie die Würze annehmen. Blattsalate mischst du dagegen erst kurz vor dem Servieren unter, damit die empfindlichen Blätter nicht zusammenfallen.
Woraus besteht eine klassische Vinaigrette?
Eine klassische Vinaigrette besteht aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und gegebenenfalls Senf.
Für eine italienische Variante nimmst du am besten ein frisches Olivenöl, Weinessig, Basilikum, Knoblauch und Oregano, Rosmarin oder Thymian. Asiatische Saucen haben salzige Sojasauce und Reisessig als Basis.
Welches Öl eignet sich für eine Vinaigrette?
Die Ölsorte gibt deiner Vinaigrette das entscheidende Aroma. Neutral schmeckendes Sonnenblumen- oder Rapsöl ist ideal für leichte Salate.
Aromatische Öle wie Kürbiskernöl oder Blaumohnöl passen hervorragend zu kräftigen Salaten mit Rucola, Roter Bete oder Schafskäse.
Olivenöl ist ein Allrounder in der Küche, verleiht Vinaigrettes einen intensiv fruchtigen Geschmack und passt zu fast allen Aromen.
Vinaigrettes mit Sesam-, Kokos- oder Avocadoöl bringen exotische Noten an Salate, Gemüse, Fisch oder Fleisch.
Tipp: Für eine leichtere Vinaigrette kannst du das Öl durch Joghurt oder in Wasser aufgelöste Gemüsebrühe ersetzen.
Gut zu wissen: Intensiv schmeckendes Kernöl mischst du am besten im Verhältnis 1:1 mit einem neutralen Speiseöl. So wird sein Aroma nicht zu dominant.
Welcher Essig eignet sich für eine Vinaigrette?
Essig gibt es in großer Auswahl. Spitzenköche verstehen Essig nicht nur als Säure, sondern als Würzmittel. Je nach Geschmack wählst du zwischen würzig-herben, milden, fruchtigen oder süßen Kreationen:
- Weinessig: Roter Weinessig schmeckt herb und kräftig, Weißweinessig ist frischer und etwas milder.
- Obstessig: sorgt für intensive Fruchtnoten im Dressing. Vollfruchtiger Apfelessig hat dabei mehr Säure als milder Himbeer- oder Quittenessig.
- Balsamico & Balsamessig: bringen meist eine ausgeprägte Fruchtnote und feine Süße mit.
Aceto Balsamico di Modena ist eine geschützte Spezialität aus Norditalien auf Basis roter Weintrauben. Der über Jahre im Fass gereifte Essig schmeckt würzig, süß und mild. Condimento Balsamico Bianco ähnelt in der Herstellung dem italienischen Original, wird aber aus weißen Trauben gemacht und ist in seiner Rezeptur nicht geschützt.
Tipp: In unserem Essig-Ratgeber erfährst du mehr über Essigsorten und ihre Verwendung.
Der extra Kick: Tipps zum Verfeinern
Süße Note – Honig oder Zucker?
Die süße Komponente in einer Vinaigrette mildert die Säure des Essigs. Honig oder brauner Zucker sorgen für vollmundige Süße, Marmelade je nach Sorte für besondere Fruchtaromen. Agavendicksaft süßt mild und neutral. Haushaltszucker solltest du wegen seiner starken Süßkraft sparsamer einsetzen.
Vor allem bei Bittersalaten wie Endivie, Frisée, Radicchio, Chicorée und Zuckerhut lohnt es sich, die Vinaigrette zu süßen.
Frische Kräuter und Gewürze
Kräuter sind eine beliebte Ergänzung für Salate aller Art. Klassiker wie Dill würzen hellen Blatt- und Gurkensalat auf feine Weise. Petersilie und Schnittlauch holst du im Sommer frisch aus dem Garten oder vom Balkon. Koriander passt hervorragend zu Tomatensalat und orientalischen Couscous- oder Bulgursalaten.
Italienische Kräuter geben einer Vinaigrette mediterrane Noten. Mit Blick auf den Saisonkalender kannst du sie auch frisch verwenden.
Auch Kräutersalze würzen eine Vinaigrette mit ganz unterschiedlichen Noten. Exotische Varianten mit Chili oder Himbeere sorgen gleichzeitig für Schärfe und Frucht.
Kräftige Salate wie Rucola oder Feldsalat brauchen keine zusätzlichen Kräuter, da sie selbst einen starken Eigengeschmack haben.
Schärfe – Zwiebel, Senf oder Chili
Fein gehackte Zwiebeln verfeinern jede Vinaigrette mit ätherischer Schärfe und geben selbst grünem Blattsalat das gewisse Etwas.
Besondere Pfeffersorten bringen ungewöhnliche Aromen in die Salatsauce. Sri Lanka Noir ist ein würziger Pfeffer mit kräftiger Schärfe und prickelndem Mundgefühl, Mac-Khen-Pfeffer überrascht mit Zitrusaroma, sollte aber sparsam dosiert werden. Mehr dazu im Ratgeber Pfeffersorten.
Senf gibt es in unterschiedlichen Schärfegraden, gesüßt oder kombiniert mit Himbeere, Ingwer oder Whisky. Je nach Sorte bekommt deine Vinaigrette ganz besondere Noten – eine Auswahl findest du unter Senf. Gleichzeitig dient der Senf als Emulgator und sorgt dafür, dass sich Essig und Öl besser verbinden.
Echte Schärfe-Fans würzen die Vinaigrette zusätzlich mit Chili oder Chilisauce.
Verwendung in der Küche
Salate
Eine klassische Vinaigrette eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Salaten. Die Grundrezeptur kannst du beliebig mit Kräutern und Gewürzen erweitern. Feldsalat schmeckt zum Beispiel hervorragend mit Himbeeressig und einem Teelöffel Himbeerkonfitüre in der Salatsauce.
Gekochtes Gemüse
Zucchini, Paprika, Tomate, Aubergine, Mangold oder Lauch bekommen mit einer passenden Essig-Öl-Sauce einen abgerundeten Geschmack. Eine selbst gemachte Vinaigrette auf Vorrat ist vor allem für die schnelle Alltagsküche eine ausgezeichnete Würze.
Fleisch
Eine Vinaigrette mit Rotweinessig passt zu kaltem Rindfleisch. Am besten zieht die Sauce über Nacht ein, damit sie ihr volles Aroma entfaltet.
Fisch
Für Fischgerichte ersetzt du die Säure des Essigs durch Zitronensaft – das bringt frische Noten.
Austern
Eine Spezialität für Feinschmecker ist die Gin-Vinaigrette zu Austern: Die frischen Aromen von Zitrone und Meeresfrucht verbinden sich mit den herben Noten des Gins.
Weitere Rezeptbeispiele
- Vinaigrette mit Honig – passt zu jedem Salat und lässt sich beliebig mit Kräutern erweitern
- Vinaigrette für Feldsalat – nach Belieben mit einem halben, gewürfelten Apfel
- Balsamico-Vinaigrette – besonders gut mit italienischen Kräutern
- Vinaigrette mit Senf – harmoniert mit hellem Blatt- und Gurkensalat
- Klassische französische Vinaigrette – auf Senfbasis und vielseitig einsetzbar
Fertige Vinaigrettes
Aromatische Vinaigrettes gibt es auch fertig. Lang Weinessig stellt sie nach eigenen Rezepturen her. Öl gibst du je nach Verwendung noch dazu – so hast du auch in der schnellen Alltagsküche feinen Geschmack.
Der Weißweinessig in der Vinaigrette Liese reift zwölf Monate im Eichenfass und gibt der Kreation ausgewogen milde Aromen.
Ein Caprese-Salat mit Vinaigrette Doro schmeckt ausgezeichnet. Getrocknete Tomaten liegen länger als zwölf Monate im Weinessig und geben der Rezeptur ihren unverwechselbaren Geschmack.
Fragen rund um die Vinaigrette
Was ist der Unterschied zwischen einer Vinaigrette und einem Essig-&-Öl-Dressing?
Die klassische Vinaigrette besteht aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und Kräutern und verfeinert Salat, Gemüse, Fisch und Fleisch. Ein Dressing ist im engeren Sinn eine Salatsauce, die oft auf Milchprodukten wie Joghurt oder Mayonnaise basiert. Mehr dazu im Rezept Essig-&-Öl-Dressing.
Kann ich Vinaigrette einfrieren?
Eine Vinaigrette eignet sich nicht zum Einfrieren. Die Emulsion aus Öl und Essig trennt sich beim Auftauen und lässt sich nicht mehr richtig verbinden.
Wie lange hält sich eine Vinaigrette?
Selbst gemachte Vinaigrette kannst du auf Vorrat herstellen und gut verschlossen etwa zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Gebrauch kräftig schütteln oder aufschlagen.